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Fahrtenbericht von der Demo auf der Spree am 18. September

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Meine erste Ruder-Demo

Eigentlich bin ich kein Revoluzzer. Auch ist mir in riesigen Menschenmassen nicht recht wohl. Dennoch war es eine einzigartige Gelegenheit und ein geschickter Schachzug des LRV Berlins, unter dem Vorwand einer Demo auf dem Spreebogen durch das Regierungsviertel zu rudern. Einer Strecke, die sonst ausschließlich der Ausflugsschifffahrt vorbehalten ist und für Ruderboote gesperrt ist.

Christian schickte mir im Juli den Demo-Aufruf mit der rhetorischen Frage, ob ich es auf der VFSR-Homepage zu veröffentlichen möge. Diese Aufgabe stellt jedesmal eine Herausforderung für mich dar, denn so vertraut bin ich mit der Software immer noch nicht. Es gelang mir dann doch und ich lernte wieder einiges dazu.

Die Resonanz auf die Veröffentlichung war jedoch gleich Null. Kein VFSRler meldete sich, aber auch niemand vom Leverkusener RTHC.

Und in der Tat, es war wirklich eine Demo mit den dazugehörigen Plakate und Parolen. Und es ging tatsächlich um etwas – um die geplante bundesweite Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Demzufolge ist vorgesehen, die Wasserstraßen in unterschiedliche, nutzungsorientierte Kategorien aufzuteilen.

Es wird befürchtet, daß bestimmte von Wassersportlern benutzte Schleusen nicht mehr instandgehalten und geschlossen werden müssen, da die Konzentration finanzieller Mittel auf die Wasserwege der Güterschifffahrt erfolgen soll und daß damit langfristig weniger Wasserwege für die Sport- und Freizeitschifffahrt zur Verfügung stehen. Es ging schlicht darum, mehr Rechte für den „muskelbetriebenen Wassersport“ einzufordern. So wurde beispielsweise der Wunsch geäußert, eine Führerscheinpflicht für bestimmte Bootsklassen einzuführen, um die Unfallgefahr zu verringern.

Angela Haupt, Ressortleiterin Ruderreviere und Umwelt vom LRV Berlin, war im Motorboot mit Megaphon unterwegs und artikulierte diese und andere Apelle vor dem Start des Bootskorsos im Berliner Osthafen und in der Mühlendammschleuse.

Soviel zu den Inhalten der Forderungen.

Insgesamt waren 27 Vierer, zwei Zweier, vier Kanus und zwei Großboote (Kirchboot und Barke) zusammengekommen, davon zwei Boote vom Berliner Ruderclub Phönix. Irgendwie hätten es auch noch mehr Boote sein können. Da die Demo an einem Freitag stattfand, konnten Berufstätige nur teilnehmen, wenn Sie einen Urlaubstag opferten. Aber auch die Verzahnung mit dem Wanderrudertreffen erschien nicht sonderlich geglückt zu sein. Dazu trug auch bei, daß der Aufruf zur Demo nicht an wirklich prominenter Stelle auf der Homepage vom LRV Berlin platziert worden ist, sondern nur auf einer „hinteren Seite“. Vielleicht war der LRV Berlin dann doch über den eigenen Mut erschreckt, wer weiß?

Egal, wie dem auch sei, es ist immer ein großer Genuß, auf dem Spreebogen an vielen historischen und berühmten Gebäuden entlang durch Berlin zu rudern. Grandios, wenn die Kuppel des Doms vor einem auftaucht. Oder die beeindruckende Architektur des Regierungsviertels zu bewundern ist. Stand bei meinem letzten Mal noch die Ruine des Palasts der Republik, so sieht man nun an gleicher Stelle das Stadtschloß wiederauferstehen, zumindest übergangsweise eine Baustelle.

Diesmal war der Charlottenburger Verbindungskanal aufgrund von Bauarbeiten gesperrt und so ruderten wir weiter auf der Spree und benutzten die Charlottenburger Schleuse und auf der Havel die Schleuse Spandau, um unser Ziel, den Berliner Ruderclub Phönix zu erreichen.

Weil auch das Wetter mitspielte, war es ein wunderschöner Ausflug gewesen.